Project Life® – Warum hat’s nicht geklappt (2015, 1. Halbjahr)

Project Life: Why it didn't work out for me

Heute gibt’s den letzten Teil meiner dreiteiligen Miniserie Project Life® – Warum hat’s nicht geklappt? Ich schreibe darüber warum es damals für mich persönlich nicht funktionieren konnte. Hier konntest du einen Blick in mein 2012 Album werfen, hier zeige ich dir 2014 und heute zeige ich dir das Album, das ich Anfang des Jahres begonnen habe.

Das Format habe ich gegenüber 2014 nicht geändert. Die Größe, Form und das Aussehen des Handbooks fand ich immer noch genau richtig und muss ich dir nicht noch einmal zeigen.

Anders sah es jedoch bei der Gestaltung aus: Was das Basteln an sich angeht, hatte ich ja bereits im letzten Jahr festgestellt, dass all zu aufwendig für mich nicht funktioniert und auch zu viele ‚Werbeprodukte‘ meinen persönlichen Geschmack für das Album nicht immer treffen. Das sollte nun 2015 besser werden.

Als ich Ende letzten Jahres darüber nachgedacht habe wie ich einen neuen Versuch für Project Life® starten will, habe ich viel über die ‚guten Vorsätze‘ diesbezüglich im Netz gelesen. Viele Memory Keeper schrieben, dass sie 2015 etwas anders angehen wollten als bisher und auch ich entschied mich für ein kombiniertes Konzept.

Was das heißt? Kurz zusammengefasst wollte ich ein Album, in dem ich alles unterbringen konnte: meine Scrapbook- und Project Life®-Seiten und auch sonst alles was ich papiertechnisch gestalte und sich in ein Album heften ließe. Und wie viele andere dachte ich damals, dass es mir hilft wenn ich den ‚Druck einer starren, wöchentlichen Bastelaktion‘ ausmerze, indem ich das Album nur nach Bedarf fülle. Hier kannst du meinen Vorsatz nochmal genau nachlesen.

Anfang 2015 konnte ich ja auch bereits auf die Erfahrung von früheren Versuchen zurückgreifen: Was mich bei allen Versuchen früher oder später aus der Bahn geworfen hat war einfach der zeitliche Aufwand, den die Gestaltung einer Doppelseite erfordert.

Also wollte ich meine Seiten so simple wie möglich halten und ganz viel Weißraum zwischen meinen Fotos lassen. Weißraum, so nennt man eine Fläche, die nicht zwingend weiß sein muss, aber eben frei, unifarben oder leer ist, sodass ein Foto oder ein bestimmter Fokus wirken kann und Platz hat sich zu entfalten.

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An meiner Titelseite für 2015 siehst du bereits, dass sich die Gestaltung im Gegensatz zu meinem 2014er Album ganz gewaltig verändert hat. Das lag wie gesagt am Vorsatz der Simplizität aber eben auch an meinem persönlichen Geschmack, der sich durch Instagram und dessen Fotoinspiration über die Jahre ziemlich verändert hat.

Project Life: Why it didn't work out for me

Das waren die ersten Seiten, bei denen ich bereits Proben meiner Moment-Stempel daheim hatte und ich versuchte diese auf der Doppelseite unterzubringen. Den Spread selber konnte jedoch noch nicht veröffentlichen (hab ich dann auch nie!), da die Stempel wie gesagt noch nicht auf dem Markt waren. Ich habe mit Motiven der Mustermix-Platte Füllerkärtchen gestempelt und verschiedene kleine Motive auf die Fotos oder Karten gestempelt.

Wie du siehst haben viele Fotos in dem gerade gezeigten Spread einen weißen Rand, das fand ich chic. Nach dem Selphy-Versuch von 2014 bin ich dazu übergegangen meine Bilder direkt in Photoshop zu bearbeiten, auf exakte Größe zu schneiden und dann als Collage auf einer DIN A4 Seite auszudrucken. So bekam ich alle Fotos einer Doppelseite auf einmal ausgedruckt.

Bei den folgenden Seiten war mir das auf Dauer dann doch zu zeitaufwendig. Ich hatte mir zwar in Photoshop verschiedene Vorlagen angelegt für Hochkantbilder und quadratische Fotos. Aber wie gesagt, das erschien mir dann doch zu kompliziert. Und so sind meine Fotos von da ab ganzseitig geworden, was mir auch heute noch am Besten gefällt… simple und wirkungsvoll!

Project Life: Why it didn't work out for meProject Life: Why it didn't work out for me

Zu diesen zwei Doppeseiten gibt es übrigens auch ein kleines Video! Ich hatte damals ja keine wöchentliche Einteilung und so füllten die Bilder von einem Wochenende in Frankfurt zwei ganz Seiten. Ich bette das Process Video hier nochmal ein, den ursprünglichen Post findest du hier.


Kurz nach diesen Seiten wurde meine Familie von einer schweren Krankheitsgeschichte getroffen, die sich über mehrere Monate hinzog. Während dieser Zeit habe ich (mal wieder) so gut wie keine Fotos gemacht. Das erschien mir noch unpassender als damals bei meiner eigenen Auszeit in 2013. Außerdem hatte ich meistens auch nicht die Zeit oder nötigen Arbeitsmittel zur Hand um kreativ zu sein, da mein Mann und ich sehr viel Zeit in unser Heimatstadt verbracht hatten.

Und das ist auch der Hauptgrund warum mein Project Life® im ersten Halbjahr nicht geklappt hat! Es waren dieses Mal keine gestalterischen Gründe oder die fehlende Zeit…. Nein, ich hatte einfach festgestellt, dass ich eine persönlich schwere Zeit (noch) nicht dokumentieren kann.

Da wir aber viel Zeit bei unserer Familie verbracht haben, gab es natürlich auch schöne Momente an die ich mich gern zurückerinnere und die ich mit Fotos belegen kann. Ich hoffe, dass ich irgendwann meine Gefühle und Fotos für diese Zeit in einem Album festhalten kann. Glücklicherweise ist so ein Album mit losen Klarsichthüllen toll um später, ohne großen Aufwand, noch weitere Seiten einzufügen.

Um ein Fazit zu ziehen für den ersten Versuch mein 2015 zu dokumentieren muss ich leider annehmen, dass ich vermutlich wieder irgendwann zurückgefallen wäre. Irgendwie brauche ich dann doch den ‚Druck‘ von festen Bastelterminen um feste Zeiträume (wie z.B. ein Woche) festzuhalten. Mein Vorsatz ‚Ich mach das dann wenn ich genügend Fotos und Zeit habe‘ hat neben meiner persönlichen Situation leider nicht funktioniert.

Ein gutes halbes Jahr später blicke ich in das angefangenes Album von 2015 und beim Durchblättern der wenigen Seiten stelle ich fest: Nein, das war dann doch zu viel Simplizität! So gern ich mir diese Gestaltung bei anderen anschaue… so ganz ohne Farbe und bunt…Nein, für mich persönlich ist es das ist nicht.

Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich und ich bin ebenso fest der Überzeugung, dass mein jetziges Project Life® Album nicht so aussehen würde wenn ich nicht all die anderen Versuche hinter mir hätte. Ich weiß nun was ich will, worauf ich achten muss und wie ich mich selber ‚belohnen‘ muss, dass ich am Ball bleibe.

Project Life: Why it didn't work out for me

Mein neues Album inklusive der ersten Juni-Wochen zeige ich dir demnächst. Das ist dann sozusagen ein Bonus-Kapitel dieser Serie *yay*! Das Album ist ein nigelnagelneues Kapitel in meinem Memory Keeping und ich mag es soooo so gerne!

Zunächst danke ich dir jedoch, dass du dir die Zeit genommen hast mit mir auf diese kleine Zeitreise in Sachen Project Life® zu gehen. Für mich war das sehr hilf- und aufschlussreich!

Liebe Grüße
Felicitas

6 Kommentare

  1. Danke für deine Erfahrungen, sehr spannend zu lesen. Ich hab PL bisher noch nicht angefangen, weil ich auch so schlecht beim Dranbleiben bin und soooo viele Fotos haben wir dann auch wieder nicht. Schließlich mache ich ja auch gerne Layouts und alles doppelt verarbeiten ist ja auch doof. aber einzelne Projekte habe ich im PL-Stil probiert und fand es gar nicht so leicht, da reinzukommen. Wahrscheinlich auch, weil ich zu aufwändig gestalten will…
    Viele Grüße, Anne.

    • Liebe Anne,

      oh ja das kann ich total nachvollziehen!

      Wie du gelesen hast, hatte ich am Anfang auch den „Fehler“ gemacht alles ZU aufwendig machen zu wollen. Ich denke zwar, auf die Menge an Fotos, die man verarbeitet ist die eingesetzte Zeit schon ok… Im Einzelnen wären es bei einer Pocket-Doppelseite ja min. 5-8 einzelne Scrapbookseiten, oder?

      Aber es sollte eben auch Spaß machen und das macht es nicht wenn du weißt, dass du auf jeden Fall min 2h an einem Spread sitzen wirst…zumindest ist das bei mir so 😉 Es ist schon eine Umstellung, von einem relativ „aufwedigen“ Scrapbooking Layout zu einer cleanen Pocket-Page, aber mit der Zeit habe ich daran mehr Gefallen gefunden als an den Scrapseiten.

      Ich gestalte zurzeit auch nur noch normale LOs wenn ich Fotos aus meine PL übrig habe oder wenn sie etwas ganz besonderes sind… ich sehe das mit dem Doppeltarbeiten nämlich genauso wie du 🙂

      LG Felicitas

  2. Deine Reihe hat mir total gut gefallen. Ich überlege schon so lange ob ich im PL anfangen soll, aber irgendwie kann ich mich noch nicht ganz dazu überwinden. Daher finde ich es toll Erfahrungen von anderen zu hören und zu sehen wie sie es jetzt umsetzten.
    Also vielen Dank dafür ;o)
    Liebe Grüße
    Chrissi

    • Liebe Chrissi,

      danke für dein positives Feedback! Es freut mich total, dass du meine kleinen Serie für dich und dein Kreativsein hilfreich findest 🙂

      Eventuell wäre ein eventbezogenes Pocket-Page Album ein Start für dich, also ohne den Druck von wiederkehrenden Bastelterminen um dein Woche zu dokumentieren… sondern ein Einmal-Erlebnis-Abum: halte doch einfach die Bilder vom nächsten Ausflug im Pocket-Page-System fest.

      Daran siehst du schnell ob dir das Konzept liegt, wie du dein Stil einbinden kannst, wie lange du für die Gestaltung benötigst und ob du dir das auf Dauer vorstellen kannst.

      LG Felicitas

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